Mark Hauptmann, MdB

Busunternehmen unterstützen

Richard Seifert Infrastruktur, Mittelstand, Wirtschaft und Verkehr

Ob Urlaubsreisen oder Klassenfahrten: die Bustouristik war bereits lange vor dem landesweiten Shutdown in der Corona-Pandemie von einer Stornierungswelle betroffen.

Sie erlebt derzeit einen absoluten Stillstand und wird voraussichtlich erst spät wieder den Betrieb aufnehmen dürfen. Zumeist betrifft dies mittelständische, familiengeführte Reisebusunternehmen.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) fordert eine passgenaue Ausweitung der derzeitigen Hilfsmaßnahmen:

„Es gilt zu verhindern, dass die Reisebusbranche in der derzeitigen Krise komplett untergeht, weil ihr langfristig die Geschäftsgrundlage entzogen wird. Wenn Unternehmen länger und schwerer von den notwendigen Maßnahmen des Gesundheitsschutzes betroffen sind, müssen sie auch auf eine passgenaue Unterstützung zählen können. Das ist in dieser einzigartigen Situation ein Gebot der Fairness im Wettbewerb. Es ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, wenn unsere Busunternehmen trotz der Verbote erhalten bleiben.“

Derzeit werden Gutscheinlösungen für Reise-, Freizeit- und Konzertveranstalter diskutiert und mit der EU-Kommission abgestimmt. Hauptmann dazu:

„Gutscheinlösungen für die Rückerstattung von geleisteten Zahlungen etwa an Veranstalter, Airlines oder Hotels sollten insolvenzrechtlich abgesichert sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Busunternehmen auf ihren Kosten für die Rückerstattung an ihre Kunden sitzen bleiben, sollte der Veranstalter dennoch in die Insolvenz geraten.“

Hauptmann regt darüber hinaus an, während der nun gestarteten Phase einer teilweisen Aufhebung von Verboten sinnvoll nachzuschärfen:

„Unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes für Fahrer und Fahrgäste könnte, zumindest im Überland-Busverkehr, der Betrieb schrittweise wieder aufgenommen werden. Denkbare Ansätze wären erhöhte Hygienemaßnahmen sowie das obligatorische Tragen eines Mundschutzes und mehr Abstand zwischen den Fahrgästen durch eine Verringerung der Sitzkapazität. Ohne zusätzliche Unterstützungen und konkrete Nachbesserungen droht eine nie dagewesene Pleitewelle in einer an sich gesunden Branche, die für umweltfreundliche Mobilität, eine Vernetzung der ländlichen Räume und große Kundennähe steht“, so Hauptmann abschließend.