Den letzten Weg würdevoll begleiten

Sarah Boost Demografie, Familie, Menschen, Thüringen

Meiningen – Im Rahmen seiner Wahlkreistage ist der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) jährlich bei 60 bis 70 Unternehmen in seinem Wahlkreis zu Gast. Am Mittwochnachmittag stand ein Termin der etwas anderen Art auf seiner Agenda – in Meiningen besuchte er das Bestattungsinstitut Zehner Bestattungen GmbH Thüringen nebst angeschlossenem Südthüringer Krematorium.

Seit 28 Jahren begleitet die Unternehmerfamilie Zehner Hinterbliebene im Trauerfall. Konsequent setzt Zehner dabei auf qualitativ hochwertige Angebote und gibt den Angehörigen die Möglichkeit, den Abschied ganz individuell zu gestalten.

Mark Hauptmann folgte den Ausführungen des Bestattermeisters. „Das Bestattungswesen ist überraschend international. Von Holzsärgen aus dem osteuropäischen Ausland bis zum Erinnerungsstein aus böhmischen Glas oder dem Verstreuen der Asche auf der Schweizer Almwiese – es gibt fast nichts, was es nicht gibt“, folgert Hauptmann.

„Die Bestattungskultur unterliegt, wie viele gesellschaftliche Fragen, einem Wandel“, bestätigte Dirk Zehner. „Klassische Erdbestattungen werden seltener nachgefragt, zu 95 Prozent wird heute im Todesfall die Einäscherung bevorzugt.“ In den Fokus rücken auch sogenannte Erinnerungsstücke. Viele Angehörige verspürten den Wunsch, neben der Grabstätte auf dem Friedhof ein Andenken an der Verblichenen bei sich bzw. zu Hause zu haben, führt Zehner aus. Das Fertigen eines Diamanten aus der Asche des Verstorbenen, Erinnerungskristalle oder Schmuckstücke werden vermehrt nachgefragt. In Zusammenarbeit mit internationalen Partnern führt Zehner Bestattungen auch diese Produkte.

Von der Politik wünscht er sich, auf diese Nachfrage zu reagieren und, unter Beibehalt der Friedhofspflicht, die Entnahme und Verwendung von Teilen der Asche in den Bestattungsgesetzen der Länder entsprechend zu regeln.

„Die Bestattungskultur ist Teil unserer Gesellschaft. Je eher man sich zu Lebzeiten Gedanken darüber macht, was man für sich selbst im Todesfall möchte, desto leichter wird es für die Hinterbliebenen“, so Hauptmann abschließend. Er rät dazu, sich frühzeitig mit dem Gedanken an die eigene Sterblichkeit auseinanderzusetzen und den eigenen Willen festzuhalten. Dies gelte ebenfalls für das aktuell debattierte Thema Organspende.

 

Bildhinweis:

Mark Hauptmann (Mitte), der Fraktionsvorsitzende der CDU Stadtratsfaktion, Thomas Fickel, (links im Bild) und Bestattungsmeister Dirk Zehner (rechts im Bild) im Ausstellungsraum des Bestattungsinstituts