Die Weichen stehen auf Zukunft bei LuK

Sarah Boost Arbeit, Arbeitsmarkt, Ländlicher Raum, Mittelstand, Wirtschaft

Kaltennordheim – Viele Monate haben die Mitarbeiter der LuK Truckparts GmbH & Co.KG in Kaltennordheim gebangt und gehofft, bis im Dezember des vergangenen Jahres die erlösende Nachricht kam: ein Investor ist gefunden, es gibt eine Zukunft für den Standort.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU), der Landtagsabgeordnete Martin Henkel (CDU), Bürgermeister Erik Thürmer (CDU) und Ortsteilbürgermeister Stephan Heym (parteilos) trafen nun bei einem vor-Ort Termin die Entscheidungsträger, um sich für die Initiative zum Erhalt des Standorts zu bedanken und die aktuellen Ziele und Planungen zu erfahren.

„So nachvollziehbar die unternehmerische Entscheidung von Schaeffler ist, so wichtig ist es auch, dass es hier vor Ort für die Mitarbeiter mit einem neuen Geschäftsmodell und langfristiger Perspektive weiter geht“, untermauert Hauptmann.

Auch die Kommune habe ein sehr großes Interesse an der Zukunft des Werks, bekannte Bürgermeister Erik Thürmer: „Dies ist einer der größten Arbeitgeber in der Region und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung in der Rhön.“

In enger Abstimmung mit dem Noch-Eigentümer, der Firma Schaeffler, wird der Umstrukturierungsprozess vorangetrieben. Die Schaeffler Gruppe biete den Mitarbeitern weiterhin umfassende soziale Absicherung, fast alle Mitarbeiter begleiten das Werk im anstehenden Transformationsprozess, unterstrich Jürgen Freitag, Leiter des Bereichs Standortentwicklung.

Frank Günther, Managing Director des Restrukturierungsspezialisten One Square Advisors GmbH mit Sitz in München, betont, dass auch sein Interesse die langfristige Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze ist. Geprüft werde eine ‚alternative Verwendung‘ des Werks, umschreibt Günther. Während die Schaeffler Gruppe, nun als Auftraggeber, noch bis in den Sommer hinein dafür sorgt, dass die Produktion weiter läuft, werden im Hintergrund neue Geschäftsmodelle entwickelt. „Es gibt verschiedene Überlegungen dazu, noch sind wir nicht festgelegt. Aber die Kernkompetenzen des Werks und seiner Mitarbeiter, also die mechanische Bearbeitung von Metall, das Stanzen und Zerspanen, sowie die Messtechnik, werden weiterhin eine Rolle spielen. Insofern werden wir auch künftig recht nah am jetzigen Kerngeschäft agieren“, schildert der Investor die bisherigen Überlegungen.

Der Landtagsabgeordnete und wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Martin Henkel resümierte: „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, dass Unternehmen sich wohl fühlen und gut bezahlte Arbeitsplätze, Innovationen, Wertschöpfung und natürlich auch Gewerbesteuer in die Region bringen.“ Beim gemeinsamen Termin wurde deutlich, dass sich die Politiker aller Ebenen ihrer Verantwortung, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, bewusst sind und dafür an einem Strang zu ziehen.

Im Februar 2020 soll der Eigentümerwechsel vollzogen werden, das Werk firmiert dann als „FZT Kaltennordheim GmbH“.  Genaue Details zur künftigen Ausrichtung des Werks sollen im April bekannt gegeben werden.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Stephan Heym (Ortsteilbürgermeister), Jürgen Freitag (Schaeffler), Frank Günther (One Square), Mark Hauptmann (MdB), Martin Henkel (MdL), Michael Pfaff (Qualitätsmanager), Erik Thürmer (Bürgermeister)