Einrichtung dritter Erstaufnahmestelle ist richtiger Schritt

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Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) begrüßt einer Einrichtung der dritten Erstaufnahmeeinrichtung zur Flüchtlingsaufnahme in Gera. Vor allem der Standort Suhl mit aktuell rund 1200 Flüchtlingen muss nun entlastet werden:

„Ich freue mich darüber, dass mein Vorschlag, vier dezentrale Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen, bei der Rot-Rot-Grünen Landesregierung offenbar Gehör gefunden hat. Jetzt gilt es, auch die Suche nach einem vierten geeigneten Standort schnellst möglich abzuschließen. Die Bereitstellung von 500 Erstaufnahmeplätzen in Gera-Liebschwitz sorgt zwar an den vollständig belegten Standorten Eisenberg und Suhl für eine dringend benötige Entlastung, reicht aber insgesamt nicht aus, um dem erwarteten Zustrom an Flüchtlingen 2015 gerecht zu werden.“

Dem weiteren Ausbau des Standorts Suhl steht Hauptmann ablehnend gegenüber:

„Auf dem Suhler Friedberg fehlt jetzt schon Personal und das Gebäude genügt nicht den Brandschutzrichtlinien. Ich halte es daher für unverantwortlich, diese Einrichtung auf 1800 Plätze ausbauen zu wollen. Wenn so viele Menschen unterschiedlicher Herkunft auf engen Raum zusammenleben müssen, sind Konflikte untereinander und auch mit den Anwohnern vorprogrammiert. Langfristig muss es unser Ziel sein, maximal 600 Flüchtlinge je Erstaufnahmeeinrichtung zu versorgen und zügig eine vierte Erstaufnahmeeinrichtung mit ebenfalls 500-600 Plätzen zu schaffen. Bis dahin halte ich es für notwendig, die Thüringer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach Suhl zu verlegen. Damit entfielen für 1200 Flüchtlinge und Asylbewerber langwierige Transfers von und nach Hermsdorf. Mit der Behörde vor Ort würden sich zudem die Anerkennungsverfahren beschleunigen.“