Hauptmann besucht Stützpunktfeuerwehr Sonneberg-Mitte

Sarah Boost Ehrenamt, Feuerwehr, Menschen

Sonneberg – Im Rahmen seiner Wahlkreistage besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) kürzlich die Stützpunktfeuerwehr „Sonneberg-Mitte“ in Sonneberg.

Vor Ort verschaffte er sich einen Eindruck von den Bedingungen unter denen die Sonneberger Kameraden ihren Dienst versehen. Stadtbrandinspektor Christian Schreiter und Wehrführer Mario Heider gaben dem Abgeordneten einen Überblick über die Struktur der Feuerwehr im Stadtgebiet Sonneberg. Die Einsätze der Stützpunktfeuerwehr beschränken sich längst nicht nur auf das Stadtgebiet. Auch im ganzen Landkreis und in den angrenzenden bayerischen Landkreisen werden die Kameraden auf Anforderung aktiv. Insgesamt versehen 180 ehrenamtliche Feuerwehrleute mit insgesamt 29 Fahrzeugen ihren Dienst zum Wohle der Bürger. „Hier in der Stützpunktfeuerwehr Sonneberg-Mitte verrichten allein 50 Feuerwehrleute ihren Dienst. Hinzu kommen noch 30 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr“, so Wehrführer Mario Heider.

Der Fuhrpark der Stützpunktfeuerwehr machte Eindruck auf den Bundestagsabgeordneten: „Die sehen ja aus wie neu“, befand Hauptmann. Doch die gut gepflegten Fahrzeuge, die es im Gerätehaus zu sehen gab, haben teils schon mehr als 25 Jahre Einsatzleben hinter sich. Ersatzbeschaffungen sind nötig. Auf fünf Millionen Euro bezifferte Stadtbrandinspektor Schreiter den Investitionsbedarf für die Zukunft. Zugleich hob er hervor, dass die Feuerwehren im Stadtgebiet mit der Stadt Sonneberg einen hervorragenden Partner haben und von Seiten der Stadt die Bedeutung gut ausgestatteter Feuerwehren auch mit Blick auf die zahlreichen Einsatzfelder erkannt wurde. So ist das Löschen von Bränden längst nicht mehr die Hauptaufgabe von Feuerwehren, Einsätze wie das Beseitigen von Ölspuren, Türöffnungen, Tragehilfe bei Notarzt- und Rettungsdiensteinsätzen oder Unterstützung im Rahmen des Katastrophenschutzes prägen heute das Bild der freiwilligen Feuerwehren.

Zunehmend problematischer werde es deshalb für die Führungskräfte, die vielen Aufgaben im Ehrenamt abzubilden, führt Mario Heider aus. Auch alte Verwaltungsvorschriften auf Bundes- und Landesebene verhindern einfache Lösungen, Gesetze und Verordnungen sind aus Sicht der Praxisvertreter dringend anzupassen. „Ich werde meine Hausaufgaben mitnehmen und auch weiterhin helfen, das Ehrenamt zu stärken und die Feuerwehrkameraden u.a. auch mit Bundesmitteln zu unterstützen“, versprach Hauptmann zum Ende des Gespräches.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Stadtbrandinspektor Christian Schreiter, Wehrführer Mario Heider, Mark Hauptmann (MdB)