Hauptmann besucht Suhler Inklusionsprojekt Wasch- und Reinigungssalon „Frischer Wind“

Sarah Boost Menschen, Senioren, Soziale Sicherung, Teilhabe behinderter Menschen

Suhl – Im Rahmen seiner Wahlkreistage besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Henneberger Land e.V. in Suhl.

Das Diakonische Werk fungiert als Ansprechpartner u. a. für flexible ambulante Erziehungshilfe, Schwangerschaftsberatung, Suchtberatung, Inobhutnahme, interdisziplinäre Frühförderung und betreibt ein Kinder- und Jugendheim sowie integrative Kindergärten und Seniorenheime. Insgesamt 260 Mitarbeiter der unterstützen somit Menschen in allen Lebenslagen.

Noch relativ neu ist das Inklusionsprojekt „Frischer Wind“, dass im Januar 2017 als Wäscherei und Reinigungsbetrieb eröffnete und Menschen mit körperlicher-, Sinnes- und psychischer Einschränkung eine tariflich entlohnte Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt. Zu Beginn des Jahres bezog der Reinigungsbetrieb sein neues Domizil am Martin-Luther-Platz.

Dieses Areal hat das Diakonische Werk 2014 erworben und plant mit der Umgestaltung zum „Wohnquartier Martin-Luther-Platz“ eine nachhaltige Entwicklung und auch Widerbelebung dieser Fläche im Suhler Stadtzentrum. Nach dem Einzug der Reinigung sind noch im ersten Bauabschnitt zwei Wohnhäuser mit barrierefreien Wohnungen und Appartements geplant.

„Dass die Diakonie hier am Standort nicht nur bedarfsgerechte Angebote für Menschen in allen Lebenslagen schaffen will, sondern damit auch ein städtebaulich bedeutsames Projekt angeht, verdient Anerkennung und Unterstützung“, so Hauptmann.

„Es kann gerade mit Blick auf Artikel 27 der UN-Behindertenrechts-konvention nicht genug geschätzt werden, dass das Diakonische Werk hier Verantwortung übernimmt und  Arbeitgeber für Menschen mit Behinderung ist. Hier müssen wir in vielen Bereichen noch Aufklärungsarbeit leisten, Vorurteile ausräumen und Menschen mit Behinderungen mehr zutrauen – dafür werde ich mich weiter einsetzen“, so Hauptmann.

Bereits seit dem Jahr 2016 wird die Neugestaltung und Bebauung des gesamten Areals geplant. „Stark angestiegene Baukosten und Auflagen für eine Verlegung des Wasserverlaufes  verursachten Abweichungen vom eigentlichen Zeitplan“, erläutert Diakon Stiehler die Verzögerung.

Im Seniorenheim in der Suhler Rimbachstraße informierte sich Hauptmann vor Ort über die Pflegeeinrichtung. „Mit 45 Mitarbeitern, zwei Auszubildenden und ab September zwei weiteren sind wir noch gut aufgestellt und betreuen in vier Wohngruppen etwa 60 Bewohner. Die Personalsituation ist wie auch in anderen Berufsgruppen angespannt. „Einrichtungen wie die unsere dürfen von der Politik mit nicht weiter mit Auflagen belastet werden“,  formuliert Stiehler seine Bitte an Hauptmann.

„Unser erwirtschafteter Gewinn fließt ausschließlich in bestehende und neue Projekte. Wir sind gezwungen, steigende Kosten auf unsere Bewohner umlegen, können und möchten aber unsere Bewohner nicht weiter finanziell belasten“, beschreibt Geschäftsführerin Sabine Heym die Situation.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Silvia Weiß, K. Stumpf, Gisela Otto, Mark Hauptmann (MdB), Sabine Heym (Geschäftsführerin), S. Ikert, Lutz Stiehler (Diakon)