Hauptmann fordert Klagerücknahme

Sarah Boost Bund, Infrastruktur, Naturschutz

Meiningen – In den Streit um die Ortsumfahrung B19 Meiningen/Helba schaltet sich der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) ein.

Er stützt die Meininger Fraktionsspitzen von CDU, SPD und Linke und fordert den BUND ebenfalls zur Rücknahme der Klage auf. Mit Blick auf das kurz vor dem Baubeginn stehende Verkehrsprojekt sagt er: „Nach meiner Auffassung ist bereits zu viel Zeit vertan worden. Es braucht diesen Autobahnzubringer und die Entlastung des Ortsteils Helba dringend. Die jahrelange Anstrengungen vieler Ebenen, um das Projekt mit der notwendigen Priorisierung in den Bundesverkehrswegeplan zu bringen, sollten auf den letzten Metern nicht gefährdet werden“,  so Hauptmann mahnend.

Für die Verhinderungs- und Verzögerungstaktik des BUND hat der Abgeordnete kein Verständnis: „Ich bitte die Naturschützer anzuerkennen, dass die Helbaer Bürgerinnen und Bürger seit Jahren unter dem hohen Verkehrsaufkommen und dessen Begleiterscheinungen leiden. Ihr Schutz muss Priorität genießen!“ Die vom BUND geforderte Prüfung einer ‚umweltverträglicheren Variante‘ erteilt er klar eine Absage: „Mögliche Alternativen sind lange und ausgiebig geprüft worden. Mit dem Ergebnis, dass diese Varianten weitere Verzögerungen und ein Vielfaches an Kosten mit sich bringen würden, sodass schlussendlich das Projekt als solches infrage gestellt würde! Das kann niemand wollen.“

Um das Verkehrsprojekt und dessen konkrete Ausgestaltung wird seit Jahren gerungen, die Planungen hierzu beschäftigen Behörden und Politik seit über 20 Jahren.  Stets wurde versucht, auch den Belangen des Naturschutzes Rechnung zu tragen  und entsprechende Kompromisse auszuarbeiten, so Hauptmann.

Nun, kurz vor Baubeginn, reichte der BUND Klage gegen das Bauvorhaben ein, wodurch weitere Verzögerungen drohen. Mark Hauptmann unterstützt das Vorhaben bereits seit dem Jahr 2013.