Hauptmann fordert Öffnung des Einzelhandels

Sarah Boost Arbeit, Arbeitsmarkt, Corona, Kommunales, Menschen, Mittelstand

Suhl – Für erweiterte Öffnungen insbesondere im Handel, den körpernahen Dienstleistungen und Baumärkten sowie Floristen macht sich der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann stark. „Wenn wir nicht umgehend lockern und den Unternehmern die Möglichkeit geben, endlich wieder ihren Geschäften nachzugehen, werden die Folgen unumkehrbar sein!“, mahnt Hauptmann eindringlich. „Bei den Friseuren und anderen Vertretern der körpernahen Dienstleistungen beobachten wir das schon jetzt!“

Zudem verweist der Abgeordneten auf die Hygienekonzepte die vielerorts entwickelt und auch erfolgreich umgesetzt worden – bis zum neuerlichen Lockdown im November des vergangenen Jahres. „Es ist schlichtweg nicht erklärbar, warum ein Einkauf beim Supermarkt eine geringere Ansteckungsgefahr mit sich bringen soll, als der Besuch einer Boutique oder eines Blumenladens“, so Hauptmann.

„Es gibt positive Signale rund um die Covid-19 Pandemie, die uns Mut machen sollten. Einerseits schreiten die Impfungen voran, zum anderen belegen Studien ganz aktuell, dass zu fast 90 Prozent auch die Nicht-Geimpften vor einer Übertragung des Virus durch geimpfte Personen geschützt sind!“, führt Hauptmann aus. Dem müsse die Landespolitik nun Rechnung tragen und umsichtige Lockerungen zulassen, bevor es zu spät sei.

„Hinter jeder Insolvenz steht ein Schicksal. Und wer (noch) nicht insolvent ist, bewegt sich mit großen Schritten auf die Klippe zu und kämpft um das Überleben seines Ladens“, so Hauptmann, der zudem langfristige Folgen für die Innenstädte der Region fürchtet. Diese Sorgen müssen Politiker im Land wie im Bund ernst nehmen: „Man fragt sich manchmal, ob einzelnen Politikern überhaupt die Besonderheiten einer Branche bekannt sind“, kritisiert Hauptmann. So hatte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) Einzelhändlern kürzlich angeraten, Saisonware einfach im Folgejahr zu verkaufen (Freies Wort berichtete am 17. Februar). „Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Händlers, der für Saisonware in Vorleistung gegangen ist, die er im Lockdown nicht abverkaufen kann und nun auch noch zwischenlagern soll, bis modisch Uninteressierte sie vielleicht in der Herbst/Wintersaison 2022 zu einem geringeren Preis abkaufen!“, empört sich Hauptmann, der die Landesregierung abschließend scharf kritisiert, weil jegliche Initiativen zur Stärkung und Rettung der Innenstädte bisher ausgeblieben sein. „Die wirtschaftliche Stärkung der Innenstädte ist eine klassische Landesaufgabe. Hier versagt die Thüringer Linksregierung vollständig.“.