Hauptmann: Gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht aufs Spiel setzen

Sarah Boost Asyl, Integration, Kinder und Jugend, Menschen, Werte

Meiningen – Bundesweit begehen die Träger der freien Wohlfahrtspflege am 20. September 2018 den Aktionstag für die „Migrationsberatung für Erwachsene Zuwanderer ab 27 Jahren“ um für die Bedeutung der Integrationsberatung zu sensibilisieren.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) folgte der Einladung des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e.V. und traf im stadtbildprägenden Sitz der Caritasregion Südthüringen in Meiningen Migrationsberaterinnen und zwei ihrer Schützlinge, Frau Shaimaa Alani aus Syrien und Herrn Ismail Moradi aus Afghanistan, zum Gespräch.

In der bundesgeförderte Migrationsberatungsstelle geben die Beraterinnen Stefanie Fritz und Gabriele Punke Integrationshilfen für erwachsene Zuwanderer (MBE) und im Rahmen des Jugendmigrationsdienstes (JMD) auch für Jugendliche.

Hauptmann verknüpfte den Besuch mit klaren Botschaften zur Migrationspolitik: „Wir verlieren die gesellschaftliche Zustimmung für die legale Einwanderung, wenn wir illegale Zuwanderung dulden und nicht aktiv unterbinden“, warnte Hauptmann eindringlich. Legale Zuwanderung sei indes dringend nötig, auch um dem in vielen Branchen vorherrschenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Dem stimmten die Migrationsberaterinnen zu und reflektierten auf ihre Arbeit: „Nur Zuwanderer mit Bleibeperspektive haben Anspruch auf Integrationsleistungen. Neben der Vermittlung von Sprachkenntnissen ist es unser Ziel, die Zuwanderer bei der beruflichen Integration zu unterstützen, um so die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen zu vermeiden.“

Hauptmann hob die Bedeutung der sozialen Träger bei dieser Aufgabe hervor: „Die Bundesmittel von in Höhe von rund 52 Mio. Euro sind hier gut angelegt und wirken zudem präventiv der Bildung von Parallelgesellschaften entgegen. Wenn jemand in Deutschland Schutz sucht und findet, dann erwarten die Bürger zu Recht, dass er sich in unser gesellschaftliches Leben integriert. Dazu geben die Integrationskurse eine wichtige Hilfestellung.“ Der Abgeordnete warb zudem für einen Integrationsvertrag mit Zuwanderern nach Schweizer Vorbild, der neben ihren Rechten auch die Pflicht zur Integration verbindlich regeln soll.

 

Bildhinweis:

Mark Hauptmann (Mitte) mit den Migrationsberaterinnen Stefanie Fritz (links im Bild) und Gabriele Punke (rechts im Bild)