Hauptmann: Taiwan muss endlich WHO-Mitglied werden

Richard Seifert Aussenpolitik, Gesundheit

Taiwan hat Deutschland eine Million Schutzmasken gespendet.

Die Masken sind heute früh in Frankfurt am Main angekommen und wurden anschließend nach Thüringen gebracht, wo sie vom logistischen Verteilzentrum an Krankenhäuser und weitere Stellen gehen, wo sie dringend benötigt werden. Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) freut sich über die Unterstützung:

„Ich danke Taiwan für die Spende an Deutschland. Dies ist ein wichtiges Zeichen der Freundschaft zwischen unseren Demokratien.“

Ausdrücklich lobt Bundestagsabgeordneter Hauptmann das Krisenmanagement Taiwans während der Corona-Pandemie:

„Taiwan ist im eigenen Land bisher vorbildlich mit der aktuellen Situation umgegangen. Es hätte wegen der engen Verflechtungen mit dem chinesischen Festland eigentlich besonders schlimm betroffen sein müssen. Tatsächlich hat sich die Corona-Epidemie in Taiwan aber weit weniger stark ausgebreitet als erwartet. Dies wird weltweit von international renommierten Experten anerkannt.“

Hauptmann fordert, Taiwan in die Weltgesundheitsorganisation einzubinden:

„Bedauerlicherweise betreiben die Volksrepublik China und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein politisches Spiel, welches letztlich zu Lasten der globalen Gesundheit geht, denn Taiwan wird weder als Mitglied noch als Beobachter bei der WHO zugelassen. Dieser Zustand ist beschämend, denn von Taiwan können wir in diesen Tagen viel lernen was einen rechtzeitigen und umsichtigen Umgang mit Epidemien angeht. Dieses Anliegen teilen auch viele meiner Kollegen im Deutschen Bundestag. Viren kennen keine Grenzen. Taiwan bietet der Welt trotz seiner beschränkten Möglichkeiten seine Hilfe an und sollte sich folglich auch an der internationalen Kooperation im Kampf gegen die Corona-Pandemie beteiligen können“, so Hauptmann abschließend.