Hilfe für notleidende Vereine

Sarah Boost Ehrenamt, Gesundheit, Integration, Menschen, Teilhabe behinderter Menschen

Suhl – Es ist ein leidiges Thema, für die Vereine ebenso wie für
die Kommunalpolitiker: die Vereinsförderung in der kreisfreien
Stadt Suhl. Während andernorts Kommunen mit Förderungen
und gar Betriebskostenzuschüssen ihre Vereine unterstützen,
schob das Land in Suhl den Riegel vor und drohte mit Streichung
der Bedarfszuweisungen, sollte die Stadt Mittel für die Vereine
ausreichen. Die Entscheidung des Landesverwaltungsamtes wird
vor Ort als unverhohlenes Druckmittel gegenüber der kreisfreien
Stadt kritisiert. Entsprechend entrüstet reagierten
Kommunalpolitiker. Selbst in den vier Jahren ohne Haushalt
konnten, seinerzeit unter einer CDU/SPD-Landesregierung,
Mittel für Vereine und andere dringende Ausgaben getätigt
werden. Während die Stadt Suhl gegen den Vorgang klagt, darben
die Vereine weiter. Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete
Mark Hauptmann (CDU) hilft hierbei aktiv.

„Die Spende mag nur eine kleine Hilfe sein, wichtig sind mir aber
auch die Wahrnehmung der Vereine und die Wertschätzung für
die Arbeit der Ehrenamtler. Sie sind es, die Suhl lebenswert
machen“, sprachs und übergab dem Suhler Blinden- und
Sehbehindertverband sowie der AWO Hospizgruppe Suhl und
Umgebung jeweils eine private Spende in Höhe von 200 Euro.
Der Suhler Blinden- und Sehbehindertenverband mit seinen 74
Mitgliedern und Büro im Suhler CCS unterstützt mit vielen
Beratungs-, Betreuungs- und Informationsangeboten Betroffene
mit eingeschränktem Sehvermögen im Alltag. Die Hospizgruppe
Suhl und Umgebung leistet mit 50 ehrenamtlichen Sterbe- und
Trauerbegleitern im ambulanten sowie im stationären Bereich
Trauer- und Hospizarbeit.

„Die Vereine sind eine unschätzbare Stütze für Betroffene und helfen dabei, unumkehrbare Situationen anzunehmen und zu bewältigen“, führt Hauptmann aus.

Beide Vereine, der Blinden- und Sehbehindertenverband wie auch die Hospizgruppe Suhl, leiden unter den Einschränkungen der letzten Monate im Zuge der Corona-Pandemie. Versehen doch beide einen Dienst am Menschen, der ohne den persönlichen Kontakt schwer vorstellbar ist. Abstandsregeln und Besuchsverbote erschwerten die Vereinsarbeit und geplante Aktivitäten mussten abgesagt werden. Dennoch richten die Verantwortlichen den Blick nach vorn.

Indes kam es beim Übergabetermin mit dem AWO Hospizverband auf das Thema Sterbehilfe. Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann hatte im Bundestag gegen einen Gesetzentwurf mit Erleichterungen für eine gesetzlich legitimierte Sterbehilfe gestimmt. „Der Tod, manchmal auch unter Leiden, gehört wie die Trauer zum Leben. Die Hospiz- und Palliativarbeit steht für uns vor einer Sterbehilfe“, erläutert Ines Ansorg, Koordinatorin der ehrenamtlichen Sterbe- und Trauerbegleitung, die Haltung des Vereins. Und: „Die Zeit der Trauer legt niemand fest.“

Hauptmann bedankte sich für ihre Arbeit und das ehrenamtliche Engagement. „Sie alle stellen ihr eigenes Interesse hinten an und setzen sich für Menschen in besonderen und schwierigen Situationen ein“, so Hauptmann anerkennend und Respekt zollend.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Peter Och, Dagmar Balschus, Erika Och (Vorsitzende) mit Hund Zoltan, Heiko Alm, Gisela Bauroth, Mark Hauptmann (MdB)