Hilferuf aus der Busbranche

Sarah Boost Bund, Menschen, Mittelstand, Wirtschaft und Verkehr

Veilsdorf – Das Jahr 2020 ist bisher geprägt durch die Corona-Krise und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.

Eine Branche, welche die Einschränkungen durch den besonderes zu spüren bekommt, ist die Busbranche. Stellvertretend für alle mittelständischen Busunternehmer trugen die Geschäftsführer der Leipold OHG mit Sitz in Veilsdorf  dem Südthüringer Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann (CDU) die Sorgen und Nöte der Branche an.

Das Unternehmen blickt auf eine dreißigjährige Geschichte zurück, aber eine wirtschaftlich derart prekäre und  komplizierte Lage, wie aktuell ausgelöst durch die Covid-19 Pandemie, hat es noch nicht durchleben müssen.

„Nach einem Rekordjahr 2019 im Reiseverkehr, ist uns nahezu der komplette touristische Sektor weggebrochen“, führt Kathrin Leipold in Auswertung der Zahlen aus. Solch einen Einbruch habe man noch nie erlebt und das, obwohl es bis Februar noch recht gut aussah. Doch dann kam Corona und machte mit allen Begleiterscheinungen wie Hygiene- und Abstandskonzepten das Reisen mit dem Bus von einem Tag auf den anderen quasi unmöglich. Die beiden Unternehmer sind froh, noch den ÖPNV als weiteres Standbein zu haben. „Dieser hat unser Geschäft gerettet!“, so Swen Leipold.

Die Umrüstungsmaßnahmen zur Erfüllung der geforderten Hygienekonzepte liefen inzwischen gut an und seien bereits weit fortgeschritten. „Unsere Fahrgäste können sich auf uns verlassen. Wir sind auch weiterhin ein verlässlicher Partner und wollen auch in dieser Ausnahmesituation den maximalen Schutz unserer Kunden gewährleisten“, meint Swen Leipold.

Vertrauen sei nun das Wichtigste. Trotz der hohen sechsstelligen Verluste im eigenen Reiseverkehr sowie im Reiseverkehr als Dienstleister für andere Reiseunternehmen geben die beiden Unternehmer nicht auf. Allerdings hoffen auch auf Stützungsmaßnahmen seitens des Staates. Hier kann Mark Hauptmann, der viele Punkte aus dem Gespräch mit nach Berlin nehmen möchte, um den Weg für unbürokratische Lösungen freizumachen, Hoffnung machen. „Wir haben seitens des Bundesverkehrsministeriums ein Notpaket speziell für die Busunternehmen auf den Weg gebracht“, erläutert er. Dieses Hilfsprogramm sieht insgesamt 170 Millionen Euro für die Busbranche vor. Die Details zur Antragstellung werden gerade erarbeitet. Zum Abschluss des Gesprächs mahnt Mark Hauptmann an: „Ohne unsere Südthüringer Busunternehmen wären viele Aktivitäten und Reisen, angefangen von Klassenfahrten und Gruppenausflüge bis hin zu Urlaubsreisen, nicht möglich. Daher müssen wir alles tun, um diesen wichtigen Teil unserer Infrastruktur weiterhin aufrechtzuerhalten!“.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Mark Hauptmann (MdB), Swen Leipold (Mitinhaber), Kathrin Leipold (Mitinhaberin)