Knapp 105 Mio. Euro Corona-Hilfen für Südthüringer Unternehmen

Richard Seifert Mittelstand, Thüringen, Wirtschaft

Berlin – Im Zuge der seit dem Frühjahr dieses Jahres weltweit um sich greifenden Corona-Pandemie hatte die KfW im Auftrag des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Kreditwirtschaft zahlreiche Programme aufgesetzt, um die tiefgreifenden wirtschaftlichen Herausforderungen der Krise abzufedern.

Die zum Ende des 3. Quartals 2020 veröffentlichten Zahlen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sind ein klares Zeichen des Erfolgs der Unterstützungsmaßnahmen des Bundes: Danach sind etwa 90.000 Kreditanträge eingegangen und Zusagen in Höhe von 45,4 Milliarden Euro gemacht worden. Auch zeigt sich, dass vor allem der in Südthüringen so starke Mittelstand von den Hilfen profitieren kann. So kamen 97 Prozent der Anträge von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). 99 Prozent der Kredite hatten ein Volumen im Umfang von bis zu 3 Millionen Euro.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) ist angesichts der veröffentlichten Zahlen zuversichtlich, dass die Unternehmen in Südthüringen in der Krise gut aufgestellt sind: „Fast die gesamte Wirtschaft wurde durch die Pandemie schwer getroffen. Seit Beginn der Krise arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Auswirkungen abzufedern und haben Hilfen in nie dagewesenen Umfang auf den Weg gebracht. Ich freue mich, dass wir so vielen Südthüringer Unternehmen, die unverschuldet in Not geraten sind, mit den Kredithilfen unter die Arme greifen können.“

Südthüringen konnte dabei von Zusagen in Höhe von knapp 105 Millionen Euro profitieren. Im Einzelnen erhielten die Unternehmen in Suhl etwa 9 Millionen Euro Kreditzusagen, in Schmalkalden-Meiningen ganze 71 Millionen Euro, in Sonneberg 11 Millionen Euro und Hildburghausen 24 Millionen Euro.

Hauptmann, der die Maßnahmen der Bundesregierung als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages eng begleitet hatte, sieht die Krise jedoch noch nicht überwunden: „Seit Herbstbeginn hat sich die Infektionsdynamik rasant entwickelt. Es liegt nun in unserer aller Verantwortung, das Infektionsgeschehen zu durchbrechen, um schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren zu können. Die jüngst verabschiedeten Maßnahmen der Bundesregierung sind hart, aber notwendig um die Ausbreitung weiter zu verlangsamen. Hierfür hat die Bundesregierung noch einmal 10 Milliarden Euro bereitgestellt, um den direkt oder indirekt betroffenen Unternehmern zu helfen. Ich hoffe, dass wir es so schaffen können, einen weitgehenderen Lockdown – zumal zur Weihnachtszeit – zu vermeiden“, so Hauptmann abschließend.

Zusagevolumen in den Programmen der KfW-Corona-Hilfe (Stand: 30.09.2020):

Suhl:

  Fördersumme EUR
ERP-Gründerkredit Universell HF 350.000
ERP-Gründerkredit Universell KMU HF 150.000
KfW-Schnellkredit 2020 1.370.000
KfW-Unternehmerkredit KMU 7.135.000

Schmalkalden-Meiningen:

  Fördersumme EUR
ERP-Gründerkredit Universell KMU HF 311.000
KfW-Schnellkredit 2020 7.738.000
KfW-Unternehmerkredit 42.399.998
KfW-Unternehmerkredit KMU 20.791.090

Sonneberg:

  Fördersumme EUR
KfW-Schnellkredit 2020 4.262.000
KfW-Unternehmerkredit 3.000.000
KfW-Unternehmerkredit KMU 4.214.700

Hildburghausen:

  Fördersumme EUR
ERP-Gründerkredit Universell KMU HF 289.000
KfW-Schnellkredit 2020 3.125.000
KfW-Unternehmerkredit 2.800.000
KfW-Unternehmerkredit KMU 6.532.000

Weiterführende Informationen finden Sie auch unter: www.kfw.de/corona.