Koob Testsystems: Qualitätscheck für Elektromotoren aus dem Grabfeld

Sarah Boost Forschung und Innovation, Ländlicher Raum, Menschen, Verkehr

Grabfeld OT Wolfmannshausen – Dass sich in seinem Südthüringer Wahlkreis zahlreiche Tüftler tümmeln, weiß der Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) längst.

Immer wieder trifft er auf innovative Start-Ups und Unternehmer mit Köpfchen. Doch was er vor kurzem kürzlich auf Einladung von Bürgermeister Christian Seeber (CDU) in Wolfmannshausen vorfand, ließ ihn doch staunen. Etwas außerhalb des Ortsteils, hinter dem örtlichen Getränkehandel hat sich die Koob Testsystems GmbH beim LTD Landhandel eingemietet. Dort hat Gründer Max Koob Mess- und Prüftechnik für Elektromotoren entwickelt.

Während die E-Mobilität in aller Munde ist und Automobilhersteller rund um den Globus um Reichweite und Langlebigkeit ihrer Elektrofahrzeuge wetteifern, erkannte Max Koob, dass es bisher keine Lösung für eine verlässliche Prüfung der Magnetfelder im Elektromotor gibt. Mit denen stehe und falle aber nicht nur die Leistungsfähigkeit eines Elektromotors, sondern auch der Fahrkomfort, erläutert er. Um qualitativ verlässliche Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, hätten alle Hersteller ein Interesse daran, die Magnetfelder in den Motoren vor Auslieferung eines Fahrzeugs zu überprüfen.

„Endlich mal ein Start-up, das nicht aus der Berline Glocke kommt“, freute sich der Abgeordnete über die Innovationskraft aus der Südthüringer Provinz. Technologie-Gründungen aus anderen Bereichen der Bundesrepublik steht das Start-Up aus dem Grabfeld in nichts nach, im Gegenteil. „Diese Testsysteme für die Magnete in Elektromotoren sind so innovativ wie notwendig. Koob Testsystems agiert am Puls der Zeit“, so Hauptmann.

Dies erkennen auch die Branchenvertreter nach und nach, wie die stetig steigende Nachfrage von Automobilherstellern und -zulieferern zeigt. Mit der einzigen marktreifen Messtechnik für sogenannte fremderregte Rotoren ist Koob Testsystems derzeit konkurrenzlos. Die langlebigen Anlagen mit dem Potential für bis zu 1,2 Millionen Testungen pro Jahr können beim Kunden direkt zum Einsatz kommen. Zugleich bietet Koob auch die Dienstleistung der Prüfung in-house an, indem Kunden die zu prüfenden Produkte einsenden. Den Maschinenbau selbst hat Koob ausgelagert, die Ingenieursleistung, Programmierung und Elektronik wird hingegen im Unternehmen abgebildet. Das Messergebnis eines 3D-Magnetfelds Scans wird auf einem Bildschirm visualisiert, die Problemstellen werden somit auch für ungeschultes Personal sichtbar gemacht. Die Software hierfür stammt ebenfalls von Koob Testsystems.

2018 nebenberuflich gegründet, gewinnt das Unternehmen nun Kunden und das Geschäft nimmt Fahrt auf. Als nächste Schritte skizziert Geschäftsführer Max Koob den Aufbau eines eigenen Firmensitzes mit Raum für Wachstum und die Serienreife für den Prüfstand, um der steigenden Nachfrage gerecht werden zu können. Dem Standort in der Gemeinde Grabfeld will er die Treue halten. „Wir finden hier gute Bedingungen und alles was wir brauchen“, bekräftigt Koob.

Bei diesen Schritten wollen der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann und Bürgermeister Christian Seeber gern unterstützen. Hauptmann verweist auf eine verbesserte Venture Capital Förderung in der Bundesrepublik und warb für den Standort Deutschland und Südthüringen. Der E- und Wasserstoffmobilität als Zukunftsfeld prophezeit er hohe Wachstumschancen, nicht nur im Individualverkehr, sondern vor allem in Nischen wie dem Schwerlastverkehr.

Bildhinweis:

Lassen sich von Max Koob (2.v.r.) die Funktionsweise des Testsystems erklären: Florian Büchel, Lothar Seeber, Christian Seeber und Mark Hauptmann (rechts im Bild)