Mark Hauptmann: Handwerk hat goldenen Boden

Sarah Boost Arbeitsmarkt, Ländlicher Raum, Menschen, Mittelstand

Kaltennordheim – „Handwerk hat goldenen Boden – diese Redewendung ist heute so wahr, wie nie zuvor!“, findet der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU).

Die Auftragsbücher sind voll, die Bezahlung für geleistete Arbeit gut. Das kann auch Tischler Frank Lampert, Geschäftsführer der gleichnamigen Tischlerei in Kaltennordheim bestätigen. Seit dem Jahr 2014 führt er mit seinem Bruder Stephan Lampert die Geschäfte des Familienunternehmens.

Aber nicht alles was glänzt, ist Gold, gibt Lampert zu bedenken. Gerade im Handwerk wird der Fachkräftemangel zum Problem: Um mehr Anfragen und Aufträge anzunehmen, fehlen ihm schlichtweg die Mitarbeiter. Auszubildende sind rar – gerade einmal drei Tischlerlehrlinge gibt es im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Hauptmann sieht hier die Gefahr, dass das Handwerk im ländlichen Raum noch dramatischer ausblutet als anderswo: „Das ist auch eine Frage des Berufsschulnetzes! Wenn junge Leute für den theoretischen Ausbildungspart viele Kilometern pendeln müssen, ist das kein Argument für eine Ausbildung in unserer Heimat“, macht er auf die Gefahr von zentralisierenden Tendenzen aufmerksam. Hauptmann wirbt für dezentrale Ausbildungsmöglichkeiten in der Fläche, auch in kleinen Berufsschulklassen.

Auch ausländische Fachkräfte sind für den kleinen Betrieb nur bedingt eine Option, zu aufwendig sei das Anlernen. So hat sich Lampert mit dem Schrumpfen des Unternehmens arrangiert, von einst 16 Mitarbeitern sind heute noch fünf im Handwerksbetrieb tätig, darunter auch Gründer Hans Lampert.

Fenster, Türen, Treppen und Innenausbau – Handwerkskunst nach Maß für private wie öffentliche Auftraggeber – sind seit jeher das Kerngeschäft des Kleinbetriebs. Viele Auftraggeber der Tischlerei Lampert haben sich der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden verschrieben, hier sind maßgefertigte Holzelemente nach wie vor gefragt. Auch preisgünstigere und pflegearme Varianten, wie etwa Holz-Aluminium-Fenster werden seit ca. 15 Jahren verstärkt nachgefragt.

Bildhinweis:  

MdB Mark Hauptmann (2.v.r.), Bürgermeister Erik Thürmer (links im Bild), Geschäftsführer Stephan Lampert (Mitte), Geschäftsführer Frank Lampert (rechts im Bild)