Mark Hauptmann: Landwirte verdienen unsere Solidarität

Sarah Boost Ernährung, Ländlicher Raum, Landwirtschaft, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Menschen, Umwelt, Verbraucherschutz

Kaltennordheim – Der Gesprächsbedarf zwischen Landwirten und Politik ist derzeit groß. Zusammen mit Bürgermeister Erik Thürmer (CDU) besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) Landwirtin Katrin Dänner.

Sie führt einen ökologisch-nachhaltigen landwirtschaftlichen Betrieb in Kaltennordheim und engagierte sich auch bei verschiedenen Bauernprotesten.

Beide, Kommunal- und Bundespolitiker, stellten sich dem Dialog. Landwirtin Katrin Dänner kämpft an vielen Fronten: von hohen bürokratischen Auflagen, zahlreichen Kontrollen bis hin zur Preispolitik von Milch und Fleisch in Bio-Qualität ihres Fleckviehs. „Wir fliegen zum Mond, aber regeln uns hier unten auf der Erde zugrunde“, findet sie. Zu oft würden Landwirte als Gegner von Naturschutz und Nachhaltigkeit dargestellt. Das Gegenteil sei der Fall: Naturschutz, sauberes Grundwasser und gesunde Lebensmittel, eine klimaschonende Landwirtschaft und Tierwohl sind ureigenes Interesse der Landwirte und dafür setzen sich zumindest die kleineren Betriebe mit viel Herzblut ein. Doch wertgeschätzt werde dies weder in der öffentlichen Wahrnehmung, noch in den Preisen, die für die landwirtschaftlich produzierten Produkte gezahlt werden.

„Ökonomische und ökologische Ziele müssen sinnvoll miteinander abgewogen werden“, findet auch Hauptmann. Er fordert zudem mehr gesellschaftlichen Rückhalt für die Menschen, die uns ernähren. „Umfragen kommen immer wieder zu dem Ergebnis, dass die Menschen bereit sind, höhere Preise für Milch, Butter oder Fleisch zu zahlen. Aber am Ende müssen wir beim Einkaufen die richtige Entscheidung treffen und daran hapert es noch“, legt er den Finger in die Wunde.

„Für unsere einzigartige Kulturlandschaft, die einen wichtigen Betrag zum Artenschutz leistet, ist eine nachhaltige Landwirtschaft unverzichtbar“, unterstreicht auch Bürgermeister Thürmer. Er wünscht sich daher für die regionale Landwirtschaft auch eine aktive Unterstützung durch die Politik. „Gerade familiengeführte Betriebe oder regionale Agrargenossenschaften werden mit bürokratischen Vorgaben oder ständigen Kontrollen regelrecht lahmgelegt, nur weil bei einigen schwarzen Schafen einiges schief läuft, was den Umwelt- und Tierschutz betrifft.“ Gerade bei Katrin Dänner sähe man, dass die kleinen Betriebe sich sehr stark für bedrohte Rassen einsetzen und diese erhalten, aber auch den Umweltschutz wie die Landschaftspflege bei ihrer täglichen Arbeit immer mit im Blick haben.

Hauptmann sieht aber auch Chancen für die heimischen Landwirte, beispielsweise im Export oder in der Produktion von Milchpulver. Nicht in allen Punkten einig, aber verbunden in gegenseitigem Respekt, gehen Politik und Landwirtschaft an diesem Tag auseinander. Hauptmann sagt zu, dass er den Landwirten für ihre Kundgebung am Point Alpha am 7. März eine Botschaft übermitteln wird, die vor Ort verlesen werden kann.

Mit zahlreichen Protestaktionen, wie den Traktor-Sternfahrten nach Berlin oder Bonn, Mahnfeuern usw. machen die deutschen Bauern in den letzten Wochen und Monaten auf sich aufmerksam. Sie wollen sich Gehör für ihre Belange verschaffen, fordern eine landwirtschaftsfreundliche Politik und mehr Respekt.

Bildhinweis (v.l.n.r.):

Mark Hauptmann (MdB), Landwirtin Katrin Dänner, Bürgermeister Erik Thürmer