Soziale Innovationen stärker fördern

Richard Seifert CDU, Deutschland, Digitalisierung, Forschung und Innovation, Hochschule und Wissenschaft, Menschen, Soziales, Wirtschaft

Berlin – Am heutigen Freitag wurde im Bundestag ein Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und SPD verabschiedet, mit dem soziale Innovationen künftig stärker gefördert und deren Potenziale besser ausgeschöpft werden sollen.

In seiner Plenumsrede lobte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) die Startup-Branche:

„Die vielfältigen Herausforderungen, vor denen unser Land steht, sind durch die Krise nicht weniger geworden. Startups besitzen das Potenzial, auf die drängenden Fragen der Zukunft neue Antworten zu geben. Umso mehr freue ich mich, dass es gelungen ist, in enger Abstimmung mit der Startup-Szene ein umfangreiches Hilfspaket zu schnüren, das es der Branche ermöglicht, weitgehend unbeschadet durch die Krise zu kommen.“

Das Hilfspaket ist jedoch aus beihilferechtlichen Gründen so konzipiert, dass der Staat keine direkten Investitionen tätigen wird, sondern sicherstellt, dass private Investoren durch staatliche Gelder bei der Finanzierung hoch innovativer und zukunftsträchtiger Geschäftsmodelle unterstützt werden. Allerdings bildet dies nicht die gesamte Startup-Landschaft ab.

Der Bundestagsabgeordnete Hauptmann erläutert: „Gründungen, die innovative Lösungen für soziale Fragen entwickeln, stellen für Investoren häufig keinen „Business Case“ dar. Der potenzielle Mehrwert für die Gesellschaft ist jedoch außerordentlich hoch. Deshalb wollen wir mit diesem Antrag nun Abhilfe schaffen und Hemmnisse bei den Finanzierungsmöglichkeiten gezielt abbauen.“

Bereits jetzt gibt es zahlreiche Projekte im Zusammenhang mit der Förderung sozialen Unternehmertums. So sind soziale Innovationen etwa im Bundeswirtschaftsministerium Teil der Pilotförderung im Rahmen des Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP), für das im Haushalt 7,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Auch im Bundesministerium für Bildung und Forschung laufen mehrere Projekte, für die in den nächsten drei Jahren 6 Millionen Euro bereitgestellt werden, etwa zur Zukunft der Arbeit und der Mobilität. „Bislang fehlt es jedoch an einem ganzheitlichen Ansatz. Dies soll ein ressortübergreifendes Konzept jetzt ändern und der Branche insgesamt neuen Aufwind und mehr Aufmerksamkeit verschaffen“, so Hauptmann abschließend.