Strompreissenkung zur Stärkung der heimischen Wirtschaft

Richard Seifert Energie, Finanzen und Steuern, Thüringen, Wirtschaft

Berlin – „Ich unterstütze den Vorstoß der IHK Südthüringen ausdrücklich, die Strompreise in der aktuellen Lage zu senken, um unsere heimische Wirtschaft zu unterstützen“, kommentiert der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann die Forderung der Industrie- und Handelskammer in seiner Region.

Strom ist in der Bundesrepublik aktuell so teuer wie noch nie. 73% der Versorger in Deutschland haben zum Jahreswechsel die Preise erhöht oder dies zumindest angekündigt. Im Vergleich zum Jahr 2009 sind so die Strompreise um fast 40% gestiegen. „Wir sind in Europa, was unsere Strompreise angeht, absoluter Spitzenreiter. Kein Land zahlt so viel für Strom wie wir – in den Niederlanden beispielsweise kostet der Strom nur gut die Hälfte. Das ist der Preis der Energiewende“ so Hauptmann.

„Alleine in den ersten Wochen sind in Thüringen über 30.000 Anträge auf Soforthilfe gestellt worden. In Zeiten, in denen die Produktion stillsteht, Restaurants geschlossen bleiben und Tausende Unternehmen mit der Insolvenz konfrontiert sind, müssen wir weitere substanzielle Entlastungen schaffen, die auch tatsächlich ankommen. Wir sollten nun das Momentum nutzen und Unternehmen bei ihren Strompreisen entlasten“, kommentiert Hauptmann.  „Durch das Klimapaket der Bundesregierung wird sich die Preisspirale künftig noch schneller drehen.“ Hauptmann bezieht sich dabei nicht nur auf die erhöhten Strompreise, sondern auch auf die zusätzlichen Abgaben auf Benzin und Heizöl, die in den kommenden Jahren auf Bürger und Wirtschaft zukommen werden.

„Wir befinden uns im Ausnahmezustand. Klimaschutz ist wichtig und gut – jedoch gilt es in Zeiten wie diesen Augenmaß zu bewahren. Unsere lokale Wirtschaft zu unterstützen, hat jetzt oberste Priorität. Die Senkung von Strompreisen und eine Aussetzung der Erhöhung von Abgaben auf Benzin und Heizöl erscheinen mir dahingehend sinnvoll und verhältnismäßig“, so Hauptmann abschließend.