SUV’s aus China: Von Schwallungen in die ganze Bundesrepublik

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Schwallungen – Im Rahmen seiner Mittelstandstour besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) am Dienstag die Indimo Automotive GmbH in Schwallungen.

Während die deutsche Exportquote ebenso wie die deutsche Automobilindustrie in aller Munde ist, gehen die Gründer Thomas Schelsky und Uwe Jablonski ganz bewusst einen anderen Weg: Seit 2009 importieren sie Fahrzeuge von chinesischen Herstellern für den deutschen und den europäischen Markt. Mit dieser Strategie gelingt es Indimo, Wachstum in einem weitestgehend gesättigten Markt zu generieren. Die Firma ist der einzige lizensierte Importeur für Deutschland und hat in Schwallungen ihr Auslieferungszentrum.

Angefangen mit Nutzfahrzeugen wie Transportern und Traktoren verkauft Indimo zunehmend auch Personenfahrzeuge an preisbewusste Kunden auf der Suche nach etwas Besonderem. Vor allem der SUV der Marke BAIC scheint geeignet, den deutschen Kfz-Markt zu erobern. Hauptmann zeigt sich vom Design der Modelle und der Verarbeitung des chinesischen Herstellers beeindruckt: „Die asiatischen Hersteller haben offenbar schnell gelernt. Die Modelle überzeugen mit einer hochwertigen Verarbeitung und Komfort in der Innenausstattung. Diese neuen Modelle sind zunehmend konkurrenzfähig und eine Kampfansage an die etablierten Marken.“

Für die nächsten Jahre rechnet Thomas Schelsky mit stetigem Wachstum. Derzeit baut die Indimo Automotive GmbH ihr Händlernetz bundesweit aus. Auch die Entwicklung der E-Mobilität spielt für Indimo eine große Rolle. Mit dem E-Stadtflitzer "Mic-E" kann Indimo auch Kunden, die in urbanen Zentren Kurzstrecken rein elektrisch fahren möchten, ein adäquates Angebot machen.

Thomas Schelsky hält die derzeitig verbauten Lithium-Ionen-Akkumulatoren jedoch nicht für zukunftsfähig. Mark Hauptmann pflichtet ihm bei: „Diese Technologie ist nicht für den Massenmarkt geeignet. Dafür fehlen schlicht die Rohstoffe.“ Auch beim Austausch über die Förderprämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge sind sich der Unternehmer und der Bundespolitiker einig: Statt nur den Verkauf pro Fahrzeug zu fördern, braucht es vor allem Mittel im Ausbau der Infrastruktur, finden beide.

Die Indimo Automotive GmbH mit Hauptsitz in Landstuhl hat ihr Auslieferungszentrum in Schwallungen. Derzeit sind ca. 40 Mitarbeiter im Unternehmen tätig, davon 12 am Standort in Schwallungen.