Union will Kultur in ländlichen Räumen stärken

Richard Seifert Ehrenamt, Föderalismus, Kinder und Jugend, Kunst und Kultur

In ihrem Koalitionsvertrag haben sich CDU, CSU und SPD die Stärkung der Kulturarbeit außerhalb der Metropolen sowie die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zum Ziel gesetzt. Mit dem heute im Deutschen Bundestag beratenen Antrag „Kultur in ländlichen Räumen stärken – Teilhabe ermöglichen“ unterstreichen die Koalitionsfraktionen die Bedeutung dieses Ziels und wollen im Zusammenwirken mit den Ländern die kulturelle Infrastruktur und föderale Vielfalt in der Fläche erhalten und ausbauen.

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) sieht in der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland einen Schwerpunkt dieser Wahlperiode: „Unser kultureller Reichtum ist überall sichtbar, in den Städten und auf dem Land. Ich denke hier an Kulturdenkmäler wie das Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden oder die Veste Heldburg. In vielen Orten aber haben die Menschen nur wenige Kulturangebote oder einen erschwerten Zugang dazu. Auch wenn die Kulturhoheit bei den Ländern und Kommunen liegt, trägt der Bund eine Mitverantwortung für die Sicherung einer kulturellen Grundversorgung. Das gehört für uns als Union zur Daseinsvorsorge“, so Hauptmann.

Zu den Kernforderungen des Antrags zählen die Fortsetzung und Stärkung bereits erfolgreicher Programme wie des Denkmalschutzsonderprogramms, des Orgelsanierungsprogramms und der Programme der Kulturstiftung des Bundes. Darüber hinaus setzen sich CDU und CSU für die gesamtdeutsche Ausweitung des Programms „Invest-Ost“, ein neues Zukunftsprogramm Kino und die Stärkung etwa von Bibliotheken oder Kulturzentren ein.

„Gemeinsames kulturelles Leben stärkt den Zusammenhalt, regionale Besonderheiten und Traditionen verbinden. Vielerorts erhalten Ehrenamtliche in Vereinen und Kirchen das Kulturleben vor Ort aufrecht und ermöglichen so Begegnung und Gemeinschaft. Hier gilt es nicht nur zu danken, sondern auch die Strukturen für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern“, kommentiert Hauptmann.

Hintergrund: Kulturförderung des Bundes

Über die Kulturstiftung des Bundes, die mit jährlich 35 Millionen Euro gefördert wird, ermöglichen die Koalitionsfraktionen bereits viele gute Projekte in ländlichen Räumen. Das Erfolgsprogramm „Transformation“ geht in eine weitere Förderrunde und wird um fünf Regionen erweitert. Das Denkmalschutzsonderprogramm fördert deutschlandweit nicht nur den Erhalt des kulturellen Erbes, sondern schafft auch Orte für gemeinsame kulturelle Erlebnisse. Noch in diesem Jahr geht das „Zukunftsprogramm Kino“ an den Start, mit dem Kinos außerhalb von Ballungsgebieten als Kultur- und Begegnungsort erhalten werden sollen. Die wichtige örtliche Projektarbeit der Bundeskulturförderfonds soll weiter ausgebaut werden. Der Buchhandlungspreis unterstützt kleine inhabergeführte Buchhandlungen als wichtigen Anlaufpunkt.