„Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft“

Sarah Boost Forschung und Innovation, Infrastruktur, Mittelstand, Wirtschaft und Verkehr, Wissenschaft

Föritztal – Im Rahmen seiner Sommertour besuchte der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (CDU) in der vergangenen Woche die Firma Kumatec im Ortsteil Neuhaus-Schierschnitz in der Gemeinde Föritztal.

Geschäftsführer Dr. Joachim Löffler gab dem Abgeordneten einen Einblick in die Geschichte des Unternehmens, welches 1991 auf dem ehemaligen Firmengelände der Ersten Deutschen Eisenbahnschienen Compagnie AG von Joseph Meyer, bekannt geworden als Verleger von Meyers Lexikon, gegründet wurde. Seit der Gründung gilt das Unternehmen im Bereich Sondermaschinenbau als innovativer und zuverlässiger Partner für die Automobilzulieferindustrie, Elektrotechnik, die Konsumgüter-, Solar- und Baustoffindustrie.

Zu Beginn dieses Jahres wurde die Kumatec GmbH von der amerikanischen Firma AVS gekauft, während das wohl innovativste Betätigungsfeld rund um die Produktentwicklung im Bereich Wasserstoff mit der KUMATEC Hydrogen GmbH & Co. KG herausgelöst wurde und nun mit acht Mitarbeitern weitergeführt wird. Nach Auffassung von Dr. Joachim Löffler wird Wasserstoff künftig eine zentrale Rolle beim Umbau unserer Energieversorgung spielen: als Speichermedium für Ökostrom, als alternativer Grundstoff für die Chemie und für die Mobilität mit Brennstoffzellenautos.

Kumatec entwickelte einen neuartigen Hochdruckelektrolyseur und wurde für diese Entwicklung mit dem IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2016 ausgezeichnet. Der Hochdruckelektrolyseur erlaubt eine energieeffiziente Nachverdichtung des Wasserstoffs und kann perspektivisch zu marktfähigen Preisen in Serie produziert werden.

Auch der Südthüringer Abgeordnete Mark Hauptmann (CDU) erkennt die Zukunftstauglichkeit des Elementes und zeigt sich von der Innovationskraft der Kumatec begeistert. „Wasserstoff wird zu Recht als Energieträger der Zukunft gehandelt. Die Technologie birgt zahlreiche Möglichkeiten und ist vor allem mit Blick auf die Emissionswerte attraktiv!“.

Vor diesem Hintergrund will Hauptmann das von der Kumatec GmbH initiierte Bündnis „H2-Well“ nach Kräften unterstützen. „Mit der Initiative haben wir die Möglichkeit, Südthüringen und Oberfranken zu einer Wasserstoffregion zu entwickeln. Ziel muss es sein, mindestens eine Wasserstoff-Tankstelle in jedem Landkreis in Thüringen zu errichten“, so Hauptmann. Dieses Ziel entspricht einem Investitionsbedarf von ca. 10 Mio. Euro. Vor allem die Vernetzung der relevanten Akteure, Städte/Gemeinden, ÖPNV, Wasserwerke, Stadtwerke (…) sei nun zuvorderst anzugehen.

H2-Well ist ein Bündnis von Akteuren in der Region zwischen Nordfranken und dem südlichen Sachsen-Anhalt, die einen innovationsbasierten Strukturwandel hin zu einer dezentral organisierten Wasserstoffwirtschaft in sämtlichen energierelevanten Sektoren initiieren wollen. Neben den koordinierenden Bündnispartnern der Bauhaus-Universität Weimar, dem SolarInput e.V. und der KUMATEC Hydrogen GmbH & Co. KG sind auch Akteure aus Industrie und Handwerk, Wissenschaft und Forschung, kommunale Aufgabenträger sowie die Bürgermeister der Städte Sonneberg und Apolda im Bündnis aktiv. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Initiative im Rahmen des Programms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“.

 

Bildhinweis:

Der Südthüringer Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann (links im Bild) mit Geschäftsführer Dr. Joachim Löffler (rechts im Bild) vor einem Wasserstoff betriebenen Fahrzeug.